OEIZV

Österreichischer Islandpferde Zuchtverband

Mitteilungen des Hengstreferats

ÖIZV - Bundeshengstreferat
Leitung: U. Themessl,
Römerweg 24
A-9241 Wernberg


Tel/Fax: 04252 /24306
Tel: 0699 88 45 7701
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 


Spatuntersuchung für Hengste ab 5 Jahren

Hengste die bereits 5 Jahre und älter sind, müssen für die gerittene Leistungsprüfung (FIZO) ein Spatröntgen vorlegen.

Spatröntgenbilder sind ausschliesslich als CD im DICOM Format an die von FEIF in Österreich autorisierte Tierärztin Dr. Silvia Zips (siehe Vordruck) zu senden.
Röntgenbilder im .jpg-Format per E-mail gesendet können nicht mehr akzeptiert werden, im Hinblick auf den deutschen Röntgenleitfaden. Diese CDs werden nicht zurückgesendet. (Jeder Tierarzt kann leicht 2 CDs brennen und ein CD Rohling ist weit billiger als das Porto plus Kuvert).

Es wird nochmal darauf hingewiesen, dass 4 Bilder je Sprunggelenk angefertigt werden müssen (internationale Vorgabe)

  1. Anterior, posterior (von vorne nach hinten)
  2. Oblique 45 Grad
  3. Oblique 135 Grad
  4. Und lateral-medial (von aussen nach innen)

Das Formular Spatröntgen ist verpflichtend beizulegen.


WISSENSWERTES FÜR HENGSTHALTER

Ob Ihnen der Hengst gehört, oder on Sie ihn nur ausgeliehen haben: dies gilt für alle, die einen Deckhengst halten:

Deckbedingungen (.pdf)

Der Hengst muss im Jahr der Bedeckung eine Deckerlaubnis des ÖIZV besitzen, wenn er im Verbandsbereich zum Deckeinsatz kommt. Ob er diese hat, erfahren Sie beim Hengstreferat. Alle Hengste im Zuchtkatalog bzw. in der Hengstliste der ÖIZV Homepage haben eine Deckerlaubnis.

Sollte der Hengst Ihrer Wahl keine Deckerlaubnis besitzen, stellen Sie ein Ansuchen um Deckerlaubnis (formlos). Legen Sie eine Kopie der Abstammung (im Equidenpass) und die Ergebnisse der Körung (Körschein) bei und senden Sie diese an das Hengstreferat.

Hengste, die nicht vom ÖIZV gekört wurden, erhalten eine Deckerlaubnis, wenn sie einer Körkommission vorgestellt wurden oder bei einer gleichwertigen Körung mindestens die Gesamtnote 7,80 erreicht haben.

Gleichwertige Körung: der Hengst wurde im Alter von mindestens 3 Jahren beurteilt, wurde vermessen und hat eine vollständige Abstammungsüberprüfung eines Genlabors, das berechtigt ist, Islandpferde zu testen. Bei Fehlen dieser Angaben ist dies nachzuholen.  Eine Deckerlaubnis kann nur erteilt werden, wenn dem ÖIZV alle Unterlagen (Beurteilung, Körprotokoll, DNA-Abstammungs-Befund und Maße) zur Verfügung gestellt werden.

Jeder Zuchthengst darf österreichweit nur eingetragene, rassegleiche Zuchtstuten decken. Achtung: Die Stute muss ein nachweislich reinrassiges Islandpferd sein.

Für jede zu bedeckende Islandstute benötigen Sie ein Deckscheinpaar. Dieses ist beim Hengstreferat nach der Anerkennung und vor der Bedeckung anzufordern. Mit den Deckscheinpaaren wird die Deckgebühr eingehoben. Ungebrauchte Deckscheinpaare senden Sie bitte an das Hengstreferat zurück. Die Deckgebühr wird Ihnen gutgeschrieben.

Der Hengsthalter muss vor der Bedeckung auf dem Abstammungsnachweis oder im Equidenpass der Stute kontrollieren, ob die Stute in einem Zuchtbuch und auf den Namen des rechtmäßigen Besitzers eingetragen ist. Bei Jungstuten erkundigen Sie sich am besten bei Ihrer Landessektion oder bei der zentralen Datenverwaltung des ÖIZV (oeizvatgmx.at), ob sie bereits aufgenommen wurde.

Füllen Sie bitte beide Deckscheine sorgfältig aus und unterschreiben Sie an den dafür vorgesehenen Stellen. Abfohlmeldungen dürfen erst nach der Geburt des Fohlens vom Hengsthalter unterschrieben werden und nur dann, wenn er das Fohlen gesehen hat, denn mit seiner Unterschrift haftet er für die Richtigkeit der Angabe, d.h. er ist unter Umständen schadenersatzpflichtig. Seit 2010 wird auf der Abfohlmeldung ein Einkleber mit der Microchipnummer vom Tierarzt angebracht und bestätigt.

Die Deckscheine sind gleich nach der Bedeckung auszustellen. Dem Stutenbesitzer ist der färbige Deckschein zu übergeben. Der weiße Deckschein ist vom Hengsthalter an die zentrale Pferderegistrierungsstelle (Zentralgeschäftsstelle), die Übersicht der Bedeckungen ist an die jeweilige Landessektion zu senden. Eine Kopie der Deckscheine behält der Hengsthalter.

Hengsthalter sind dem Zuchtverband gegenüber verpflichtet, über die Aktivitäten ihrer Hengste Aufzeichnungen zu machen. Nach Möglichkeit hat der Hengsthalter auch Aufzeichnungen über den Zuchterfolg zu führen (Abfohlübersichten). Zur Erleichterung werden den Hengstbesitzern vom ÖIZV Deckübersichten gemeinsam mit den Deckscheinen übermittelt. Alle Deckscheine sind sorgfältig und vollständig auszufüllen und am Ende der Decksaison (spätestens im Dezember) unterschrieben an das Hengstreferat zu senden.

Für alle Deckhengste sind Leistungsprüfungen (Materialleistungsprüfungen) innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne nach der Körung gesetzlich vorgeschrieben. Genauere Informationen finden Sie im "ÖIZV Anforderungsprofil für die Anerkennung von Islandhengsten", das beim Hengstreferat auf Anfrage erhältlich ist.

Materialleistungsprüfungen können nur bei offiziellen FIZO-Prüfungen abgelegt werden. Bitte melden Sie Ihren Hengst rechtzeitig zu Prüfungen an (am besten mit Jahresbeginn). Eine Vorbereitung auf diese Prüfung wird empfohlen.

Nur wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, können für die Nachzucht problemlos Equidenpässe mit Abstammungsnachweisen ausgestellt werden. Bei Unklarheiten muss ein Nachweis der Abstammung erbracht werden, der mit erheblichen Mehrkosten verbunden sein kann. Trifft die Schuld den Hengsthalter, ist er dem Stutenbesitzer schadensersatzpflichtig!

Ihr ÖIZV Hengstreferat